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Das volle Potenzial der Produktion entfalten – Anwendungsbezogene Produktionsoptimierung der WEINMANN Academy

Ob Zimmerei oder Fertighaushersteller – zahlreiche Holzbauer sind bereits von den innovativen WEINMANN-Lösungen überzeugt, mit denen die gesamte Prozesskette vom Abbund bis zur Elementfertigung abgedeckt werden kann.

  • WEINMANN Produktionsoptimierung
    Die Produktionsoptimierung beinhaltet die Begutachtung des Ist-Zustandes einer Produktion und individuelle Vorschläge zur Optimierung der Produktionsabläufe.
  • WEINMANN Christoph Schroth
    Anwendungstechniker Christoph Schroth war schon bei vielen WEINMANN Bestandskunden vor Ort.
  • WEINMANN Sonja Engelhart
    Dr. Sonja Engelhart ist Leiterin der WEINMANN Academy.

Eine optimal eingestellte Maschine ist maßgeblich für eine effiziente Produktion. Doch was passiert, wenn der Kunde Jahre nach der Erstabnahme bestimmte Faktoren und Parameter seiner Maschine vernachlässigt und diese nicht fortlaufend an seine aktuellen Produkte anpasst? Eine häufige Folge ist das Einschleichen von Ineffizienzen in der Produktion und deren Umfeld. Hier setzt die anwendungsbezogene Produktionsoptimierung der WEINMANN Academy an, um Verbesserungspotential zu identifizieren und ein optimales Produktionsumfeld zu schaffen.

Über häufige Fehler, optimierte Arbeitswege und weitere Stellschrauben sprechen Dr. Sonja Engelhart, Leiterin der WEINMANN Academy, und Anwendungstechniker Christoph Schroth, Teamleiter Global Customer Qualification.

Die ersten Schritte in der Produktion beginnen im Bereich der Arbeitsvorbereitung. Hier entstehen zunächst die CAD-Zeichnungen des Bauvorhabens, die im Anschluss an die Produktion weitergeleitet werden. Christoph, in den vergangenen Jahren bist Du bei vielen Bestandskunden vor Ort gewesen – welche Faktoren konntest du als Anwendungstechniker in der Arbeitsvorbereitung bei unseren Kunden beobachten, die zu einer Verringerung der Produktionseffizienz führen können?  

Christoph Schroth (CS): Der Arbeitsvorbereitung kommt in der automatisierten Fertigung eine Schlüsselrolle zu. Hier werden die Informationen zu den verwendeten Materialien und Werkzeugen, Plattenlagen, Indizes, Plattenbelegungen, Klammerabstände, zu Sperrflächen sowie der Bearbeitungs- und Über- oder Unterschnittstrategie vorgegeben. Durch die Menge an Informationen, die sich zudem auch auf den Plänen befinden, können sich schnell Fehler einschleichen. Dazu kommt, dass ich bei den Kunden häufig sehr kleine, aus dem CAD-Programm generierte Pläne mit maximaler Information sehe. Dies führt leider dazu, dass die Pläne unübersichtlich werden und wichtige Informationen hierdurch verloren gehen. Werden die Lagen, die auf einem Element aufgebracht werden sollen, jedoch versetzt anstatt übereinander dargestellt, erhält man die Bearbeitungsinformationen übersichtlich und verständlich. Wenn alle Informationen über ein Wandelement lediglich in einen kleinen A4-Plan implementiert werden, haben die Kollegen in der Produktion häufig nicht die Chance zu erkennen, um welche Lage es sich handelt und welche Details beachtet werden müssen.

Könntest Du anhand eines konkreten Beispiels erläutern welche Konsequenzen daraus entstehen können?

CS: Es kommt vor, dass Pläne von Produktionsmitarbeitern fehlinterpretiert werden. Anstatt einer vorgesehenen OSB-Platte wird dann z.B. eine Holzfaserplatte aufgelegt. Wenn dem Mitarbeiter an der Maschine dieser Fehler beim Starten des Datensatzes auffällt, hat dies zur Folge, dass er die gesamte Lage der aufgebrachten Platten wieder entfernen und die richtigen Platten neu auflegen muss. Wenn der Plan vorab übersichtlich gestaltet wird, ist dieser zusätzliche Arbeitsschritt nicht nötig. Allein bei diesem Beispiel sprechen wir schnell über einen zusätzlichen Zeitaufwand von einer halben bis dreiviertel Stunde.

Solche Vorkommnisse können sich leider auch aufsummieren und den Produktionsablauf verzögern. Welche Bedeutung schreibst Du der Arbeitsvorbereitung für eine effiziente Produktion zu?  

CS: Die Arbeitsvorbereitung ist nicht nur im Hinblick auf die Produktion, sondern auch für die Prozesse auf der Baustelle von hoher Bedeutung. Ein Defizit von zehn Minuten in der Arbeitsvorbereitung, beispielsweise aufgrund von Zeitdruck oder Kapazitätsengpässen, kann im Nachhinein einen Zusatzaufwand von zwei bis drei Stunden bedeuten. Es lohnt sich also bereits in der Arbeitsvorbereitung besonders präzise und sorgfältig zu arbeiten, um Fehler im späteren Verlauf der Produktion zu vermeiden. 

Nach der Arbeitsvorbereitung beginnt die Arbeit an der Maschine. Zunächst wird der Datensatz eingelesen und ein NC-Programm erstellt. Sofern die Produktionsbereitschaft der Maschine gegeben ist, können die Datensätze produziert werden. Doch auch hier können im Laufe der Zeit Ineffizienzen entstehen, die den Produktionsfluss stören. Welche Auslöser können dabei in Frage kommen? 

CS: Hier sind diverse Einflussfaktoren maßgeblich. Das kann beispielsweise eine Weiterentwicklung der Produkte sein, oder aber veränderte Anforderungen an diese. Hat sich etwas in der Dimension oder Art der verwendeten Materialien verändert, kann auch dies einen großen Einfluss auf die Effizienz der Produktion haben. Zudem können Faktoren wie Personalwechsel oder kleinere technische Mängel zu einem Effizienzverlust führen. 

Wo setzen die Experten der WEINMANN Academy an, um diese beschriebenen Störfaktoren zu identifizieren? 

CS: Einerseits prüfen wir die Parameter der Unterprogramme und der Werkzeug-Datenbanken sowie die Maschinenhardware. Anderseits beurteilen wir auch, ob die gewählte Bearbeitungsstrategie optimal ist und dafür die richtigen Werkzeuge und Parameter verwendet werden. Jedoch ist die Qualifikation der Mitarbeiter ebenfalls ein Ansatzpunkt den man vor Ort berücksichtigen muss, um die negativen Einflussfaktoren, die den Produktionsfluss stören könnten, zu identifizieren. 

Welche Verbesserungspotenziale fallen dir am häufigsten bei den Kunden auf?

CS: Häufig beginnen unsere Kunden die Produktion zunächst mit nur einem Produkt. Jedoch wachsen die Unternehmen im Laufe der Jahre mit Ihrer Anlagentechnik, wodurch sich auch die Elemente beziehungsweise die Produkte verändern. Wir stellen immer wieder fest, dass neben Holz- zunehmend auch Gipswerkstoffe eingesetzt werden. Werden bei der Gipsplattenbearbeitung jedoch dieselben Werkzeuge verwendet wie bei der Holzbearbeitung, so weist das Werkzeug schlechte Standzeiten auf, woraufhin abgewägt werden muss, ob das Werkzeug nicht auf abrasive Werkstoffe angepasst werden sollte. Die richtigen Werkzeuge sind maßgeblich, um Maschinenstillstände gering zu halten. Bei 80% der Kunden finden wir in diesem Bereich bereits in den ersten zehn Minuten Verbesserungspotentiale.

Welche Durchsatzsteigerung kann, Deiner Ansicht nach, beim Kunden erzielt werden, wenn sowohl in der Arbeitsvorbereitung als auch an der Maschine effizienter gearbeitet wird und die von uns gefundenen Potenziale umgesetzt werden?

CS:  Bei den meisten Kunden, die ich in der Vergangenheit betreut habe

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