Beim Info-Treff am 17. Juni konnte Andreas Wagner, Geschäftsführer HOMAG Vertrieb und Service, rund hundert Fachleute aus der Möbelindustrie begrüßen. Das spricht für gut gewählte Themen sowie für die Referenten aus der Praxis – von Kunden, HOMAG Group Engineering /- IT Engineering und SCHULER.
Mit System zum Erfolg
Im Mittelpunkt stand der Nutzen von Organisation, Software, Mitarbeiterqualifikation etc. bei der Investition in High-Tech-Maschinen.
Lohnt sich dieser Aufwand im Umfeld der Maschine?
Diese Frage beschäftigt viele Unternehmen, die sich für Spitzentechnologie entscheiden. Wichtig ist für sie zusätzlich die Auswahl des richtigen Partners. Dieser muss in der Lage sein, ein Gesamtkonzept zukunftssicher zu planen und es professionell zu realisieren.
Die Botschaft der Referenten zeigte eine eindeutige Tendenz: Nur das optimale Zusammenwirken von Technologie, Organisation, Software und Mitarbeitern führt zu nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen!
Entwicklungsprozess
Die Entwicklung von Organisation, Software und Technologie in der Möbelfertigung beschrieb Stefan Schneider, SieMatic. Er kam zu dem Schluß: Der Organisationsgrad in der Möbelindustrie wird und muss weiter steigen. Das Schnittstellenmanagement erfordert mehr Beachtung. Die Beurteilung der Technologie im Gesamtprozess ist elementar.
Durchgängiger Datenfluss
Harald Sieber, SCHULER, präsentierte an einem Best Practice Beispiel die Integration von Technologie, Organisation und Software. Sie ist realisiert bei VERISET (CH) als durchgängiger Datenflusses vom Point of Sale (POS) bis in die Fertigung. Der Möbelhersteller setzt die ERP Software SCHULER MCS ein.
Daten für die Nesting-Fertigung
KOLLER fertigt immer mehr Küchen auf Maß. Dafür richteten die Inhaber in der bestehenden Fertigung eine "Fabrik in der Fabrik" ein. Sie ist ausgestattet mit Nesting-Technologie aus der HOMAG Group und neuen Organisations- und EDV-Kreisen. Alle erforderlichen Daten liefert die ERP Software von SCHULER. Frank Schmid, SCHULER, stellte die Gesamtlösung vor.
Transparenz in der Möbelfertigung
Vollständige Transparenz und sichere Teileverfolgung sind in automatisierten Materialfluss- und Produktionssystemen wichtige Faktoren für eine hohe Qualität und Termintreue. Bei der Realisierung dieser anspruchsvollen Herausforderungen kommt es auf die Anwendung der richtigen „Werkzeuge“ an. Andreas Pöller, HOMAG IT-Engineering, ist damit bestens vertraut. Er betreute eine Vielzahl von Projekten im Bereich Fertigungsleittechnik und berichtete beispielhaft über PELIPAL und VALENTINI (I).´
Simulationstechnik für bestehende Fertigungen
Mit dem Werkzeug Simulationstechnik werden in der Möbelindustrie zunehmend bestehende Fertigungssysteme optimiert. Ohne den Betrieb zu beeinflussen, werden damit Maßnahmen und Strategien zur Optimierung analysiert und verglichen. Basierend auf seinen Erfahrungen mit Simulationsprojekten in der Möbelindustrie nahm Michael Kratzert, SCHULER, Stellung zu Chancen und Möglichkeiten.
Simulationstechnik in der Anlagenprojektierung
Neue Fertigungskonzepte werden heute bereits in der Planungsphase analysiert und optimiert. Dadurch wird die Planungs- und Investitionssicherheit deutlich erhöht. Auch dafür ist Simulationstechnik das passende Instrument. Frieder Schuler, HOMAG Group Engineering, erläuterte die Voraussetzungen und Abläufe von Simulationsprojekten bei der Anlagenprojektierung.
Qualifizierung der Mitarbeiter
Nicht selten fließen bei Möbelherstellern enorme Beträge in neue Technologien, aber bei den Schulungskosten für die Maschinenführer wird gespart. Um die Maschinen und Anlagen optimal zu nutzen, benötigen die Mitarbeiter jedoch unbedingt Weiterqualifizierung. Clemens Suwelack, SCHULER, brachte zum Ausdruck, dass für die Mitarbeiter zusätzlich klare Managementstrategien wichtig sind. Erst dann sind sie in der Lage, auf Motivationsappelle, Regeln und steigende Erwartungen positiv zu reagieren.
Technische Notwendigkeiten
Die Integration von Organisation, Software und Technologie ist bei der Projektierung von Anlagen ein elementarer Faktor. Bernhard Lammers, HOMAG Group Engineering, veranschaulichte die technischen Notwendigkeiten an Beispielen. Dabei arbeitete er die unterschiedlichen Anforderungen der Serien-Fertiger und der "Losgröße 1"-Fertiger heraus.
Innovationen aus der HOMAG Group
Beim "Technologie Update" stellte Anton Niggemann, HOMAG Vertrieb und Service, die technischen Innovationen des ersten Halbjahres 2010 vor. Anläßlich des Jubiläums 50 Jahre HOMAG konnten auch attraktive Jubiläumsangebote der HOMAG Group präsentiert werden. Die HOMAG Edition umfasst neben 11 Maschinen auch Softwarelösungen.